Bald zu sehen:
La Bohème im Staatstheater Wiesbaden
Geschichten. Bilder. Atmosphäre.
Deshalb hat mich das Theater von Anfang an fasziniert. Und der Wunsch, nichtnur zuzusehen, sondern möglichst schnell selbst Teil davon zu werden. Mit den eigenen Händen.
Die Ausbildung zur Theatermalerin an den Städtischen Bühnen Bonn war mein Einstieg in diese Welt zwischen Werkstatt, Bühne und Vorstellungskraft.
Parallel dazu entstanden erste Bühnenbilder für das Kinder- und Jugendtheater Comedia Colonia in Köln – Entwürfe, die ich nicht nur zeichnete, sondern auch praktisch umsetzte.
Am Schauspiel Köln arbeitete ich anschließend als Bühnenbildassistentin und bekam dort früh die Möglichkeit, eigene Produktionen zu gestalten.
Mit der Oper öffnete sich noch einmal eine andere Welt.
Größer. Musikalischer. Emotionaler.
Nach meinem ersten eigenen Opernbühnenbild führten mich internationale Produktionenund prägende Begegnungen schließlich in die Freiberuflichkeit. Besonders inspirierend waren dabei die Arbeiten mit Willy Decker, Andreas Homoki, David McVicar und Richard Jones sowie den Bühnenbildnern John Macfarlane und Wolfgang Gussmann.
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Die nächsten Jahre führten mich als freischaffende Bühnenbildnerin an Opernhäuserin ganz Europa und darüber hinaus.
Ich arbeitete unter anderem in Brüssel, Genf, Florenz, Amsterdam, Wien, Barcelona, Paris, Glasgow und Tokio – zunächst als Mitarbeiterin großer internationaler Produktionen und Teams, später zunehmend mit eigenen Bühnen- und Kostümbildern.
Die Arbeit in internationalen Teams brachte nicht nur unterschiedliche Arbeitsweisen mit sich, sondern auch neue Sprachen. Viele davon lernte und vertiefte ich ganz praktisch im Theateralltag – im Probenraum, in den Werkstätten und bei gemeinsamen Produktionen. Das hat mich um viele Begegnungen bereichert.
Später realisierte ich eigene Bühnen- und Kostümbilder unter anderem in Brüssel, Lüttich, Tel Aviv, Bogotá, Chicago, Aix-en-Provence, Marseille, Toulouse, St. Gallen, München und Freiburg.
Und daneben gab es immer auch einen ganz anderen Kosmos: opulente Bühnenbilder mit Augenzwinkern für die urkölsche Opernsatire der Cäcilia Wolkenburg an der Kölner Oper. Jahr für Jahr entstand dort eine neue Uraufführung – Kult in Köln.
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Immer noch unterwegs.
In den letzten Jahren hat sich mein Lebensmittelpunkt wieder stärker nach Deutschland verlagert – nach Frankfurt am Main.
Nach vielen Jahren mit dem Schwerpunkt Musiktheater umfasst meine Arbeit heute wieder die ganze Bandbreite: Oper, Operette, Musical und Schauspiel.
In den vergangenen Jahren verband mich eine besonders intensive Zusammenarbeit mit dem Hessischen Staatstheater Wiesbaden für zahlreiche Produktionen. Weitere Arbeiten entstanden unter anderem für das Saarländische Staatstheater Saarbrücken, das Theater Trier, das Fritz Rémond Theater und die Komödie Frankfurt und die Schauspielbühnen Stuttgart.
Bei aller Unterschiedlichkeit der Genres und Spielorte bleibt meine Arbeitsweise dieselbe: den Kern einer Geschichte freizulegen und daraus eine Form zu entwickeln, in der Menschen sich wiederfinden können.